Die Schöpfungswerke sind eingeordnet in ein Schema von sieben Tagen. Das ganze Werk wird erst durch den Ruhetag abgeschlossen. Er verbürgt den sinn­vollen Rhythmus des Lebens, von Arbeit und Ruhe, von Werk- ­und Feiertag. Gott zeigt sich darin als einer, der fürsorglich um le­benswertes Leben bemüht ist. Israel wird später diesen letzten Tag der Woche als Sabbat feiern.In der formelhaften Sprache dieses Abschnitts kommt zum Ausdruck, wie Gott ordnet, anordnet und das Angeordnete an­schließend in Kraft setzt: Entstanden ist ein Lebensraum, der mit Pflanzen ausgestattet ist. Sie dienen den Tieren der verschiedenen Gattungen und den Menschen, Mann und Frau, zur Nahrung. Weil Streit um Nahrung ausfällt, gibt es hier eine gute Friedensordnung. Dem Menschen obliegt es, diese gute Ordnung zu bewahren.Die Schöpfungsgeschichte entstand in einer Epoche, in der über Israel Zeiten chaotischer Zerstörung und Entwurzelung hereingebrochen waren. Viele Menschen sahen sich fremden Naturgottheiten ausgeliefert. Weise, priesterliche Schriftsteller erinnerten in dieser Zeit daran, dass der Gott Israels die Welt selbst geordnet und sich damit als Herr der chaotischen Natur­mächte erwiesen hatte(www.die-bibel.de).

 
 
 
 
 
         
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